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Cacau: "Jeder hat Möglichkeiten zu helfen"

Du engagierst dich für die Stiftung Deutsche KinderSuchthilfe. Was war der Anlass, dich für dieses Thema einzusetzen?

Seit einigen Jahren wurde ich immer wieder von diversen Charity-Organisationen angefragt. Allerdings war nie etwas dabei, bei dem ich authentisch mitarbeiten konnte. Es waren viele sehr gute Organisationen mit ganz tollen Aufgaben bei den Anfragen dabei, aber ich wollte etwas finden, das auch mein Leben widerspiegelt. Mit der Stiftung Deutsche KinderSuchthilfe habe ich genau die Arbeit gefunden, bei der ich mich ganz authentisch einbringen kann. Mein Vater war Alkoholiker und musste während meiner Kindheit sehr oft ins Krankenhaus gebracht werden. Ich habe schon als Kind erleben müssen, wie schlimm die Alkoholsucht sein kann. Es sind dadurch viele Probleme in unserer Familie entstanden. Auch musste ich erleben, dass ich als Kind gemieden und zum Beispiel nicht zu Kindergeburtstagen eingeladen wurde. Heute geht es meinem Vater wieder gut. Aber es war eine schwierige Zeit für mich und meine Familie.

Es ist mir wichtig, diese so wichtige Arbeit der KinderSuchthilfe zu unterstützen, um mit dazu beitragen zu können, dass vor allem den Kindern geholfen wird, die aus ähnlichen Familienverhältnissen kommen wie ich damals. Es ist wichtig, den Kindern Mut zu vermitteln, aus dem Kreislauf der familiären Problematik ausbrechen zu wollen, um nicht irgendwann auch in Alkoholproblemen zu landen. 

Die KinderSuchthilfe leistet gerade auch in Deutschland vorbildliche Arbeit und ich hoffe, dass noch viele Freunde und Sponsoren gewonnen werden, die Interesse haben, diese Arbeit zu unterstützen.

Warum hältst du freiwilliges Engagement in einer Gesellschaft für wichtig?

Es ist doch wichtig, dass es positive Vorbilder in der Gesellschaft gibt. Dabei ist es egal, ob ich ein Fußballer bin, ein Künstler, ein Lehrer, etc. Wir dürfen nicht die Augen vor den Problemen in unserem Land verschließen.

Jeder hat Möglichkeiten zu helfen. Und das Schöne ist, es erfüllt das Leben mit Sinn, Menschen zu helfen, denen es schlecht geht. Auch ich hätte es nicht geschafft, wenn es nicht Menschen/Freunde gegeben hätte, die mir eine Chance gegeben haben.

Deshalb sollte jeder von uns mit offenen Augen durch die Welt gehen und darauf achten, dem Schwächeren zu helfen. Das fängt in der Schule an, wo es häufig schon "Mobbing-Opfer" gibt. Wir haben alle den gleichen Wert vor Gott, wir sind alle wertvoll. Dabei ist es egal, ob ich reich oder arm bin. Ob ich berühmt bin oder nicht so bekannt. Ob ich ein kleines Kind bin oder ein studierter und erfolgreicher Geschäftsmann.  

Was gibt dir das Geben persönlich?

Das ist eine schwierige Frage, es macht mir einfach Freude. Wisst ihr, ich bin Gott und meinen Freunden so dankbar für mein Leben, und wenn ich dann auch mal eine Freude bereiten kann, ist das einfach ein Ausdruck meiner Dankbarkeit.

Foto: © Herbert Rudel

Kampagne "Geben gibt. Wir machen mit!"

Über 23 Millionen Menschen engagieren sich für die Gesellschaft. Freiwilliges Engagement gibt nicht nur den Engagierten einen ganz persönlichen Mehrwert, sondern ist auch ein wichtiges Fundament unserer Gesellschaft.

Die bundesweite Kampagne stellt die vielen Facetten des freiwilligen Engagements vor, um Menschen aller Generationen sowie Initiativen, Organisationen und Unternehmen für Engagement zu begeistern.

Auf der Kampagnenwebsite finden Sie weiterführende Informationen und das Online-Nominierungs-Tool für den Deutschen Engagementpreis  www.geben-gibt.de