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Pressemitteilung

2. April 2014 - Wuppertal

Geldspritze für vielfältige Projekte

Das Kuratorium der Stiftung Deutsche KinderSuchthilfe hat auf seiner Sitzung am 13.3.2014 beschlossen, folgende Projekte und Arbeiten im Jahr 2014 mit insgesamt 43.750 € zu fördern:

1.    „Zoey“-Spielfilmproduktion: € 5.000
Produktion eines 25-minütigen szenischen Kurzfilms. Der Film soll den ehrenamtlich Mitarbeitenden  anschauliches und aussagekräftiges Arbeitsmaterial für ihr präventives Wirken in der Gesellschaft bieten, u.a. bei der Gestaltung von präventiven Veranstaltungen in Schulen und in Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, so werden Lehr- und Erziehungskräfte auf den Unterstützungsbedarf der gesunden Familienangehörigen aufmerksam gemacht. Ärzte und Therapeuten sollen durch den Film ebenso auf den Unterstützungsbedarf aufmerksam gemacht werden. Dabei erhofft sich das Blaue Kreuz, durch die differenzierte Darstellung der Lebenswelt von Sucht mitbetroffene Kinder die Öffentlichkeit nicht nur kognitiv, sondern ebenso emotional zu erreichen.

2.    Projekt Drachenherz / Marburg: € 2.000
'Drachenherz' ist ein Beratungsangebot, für Kinder und Jugendliche, deren Eltern an einer Alkoholerkrankung leiden. Unterstützt werden Kinder und Jugendliche von 5 bis etwa 18 Jahren durch Einzel- und Gruppenangebote sowie durch Online-Beratung. Die Angebote haben eine pädagogisch/beratende Ausrichtung. Es werden mehrere parallele Gruppen eingerichtet. Daneben gibt es ein Beratungsangebot an interessierten Schulen. Hierdurch sollen Kinder und Jugendliche erreicht werden, die sich nicht trauen die Beratungsstelle aufzusuchen und/oder deren Eltern einen Kontakt zu helfenden Personen nicht wünschen. Durch Öffentlichkeit wird auf die Situation der Kinder und Jugendlichen aufmerksam gemacht. Dies geschieht über Schuleinsätze, Fortbildungen und Seminarangebote. Die Multiplikatorenarbeit rundet das Angebot ab.

3.    Projekt Drachenherz / Frankfurt: € 2.000
Ausweitung des Angebots an einem weiteren Standort. Konzeptionell identisch mit Drachenherz Marburg (9.)

4.    Familie im Blick / Coburg: € 3.000
Aufgrund der Heterogenität der Auswirkungen einer elterlichen Suchtproblematik  und der möglichen Reaktionen der betroffenen Kinder müssen auch die Hilfsangebote dementsprechend möglichst vielfältig und breitgefächert sein. So gibt es individuelle Angebote wie Hausaufgabenbetreuung und Förderung motorischer Fähigkeiten, eine wöchentliche Kindergruppe und eine Jugendgruppe. Mit diesen Angeboten werden Kinder und Jugendliche dabei unterstützt ein eigenes Wert- und Normempfinden aufzubauen, selbständig zu werden und Zugang zu den eigenen Gefühlen zu erlangen bzw. sich mit diesen auseinanderzusetzen. Ebenso gibt es bedarfsgerechte Angebote für Eltern, wie Elternberatung und Familiennachmittage. Des Weiteren werden Präventionsseminare für verschiedene Schulklassen und Kindergärten durchgeführt, ebenso Schulungen von Erziehern und Lehrern.

5.    Bärenstark / Wuppertal:
€ 1.500
Bärenstark, das sind unterschiedliche Angebote, die die Erkrankung Sucht als ein Familienphänomen begreifen und daher den Anspruch haben, sowohl Eltern als auch Kinder und Jugendliche zu stärken. Neben den Angeboten für Familien mit parallel stattfindender Eltern- und Kindergruppe und dem Treff für alle Jugendlichen ab 14 Jahren, werden in den Schulferien Projekttage für alle Kinder ab 6 Jahren angeboten. Ebenso wird es Präventionsangebote an und für Wuppertaler Schulen geben.

6.    Ambulante und stationäre Jugendhilfe / Hagen: € 1.500
Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren, die in Hagen ambulant oder stationär von der Jugendhilfe unterstützt werden und Suchtmittel konsumieren. Betroffene Kinder sollen Anregung und Hilfestellung erhalten, möglichst frühzeitig aus dem Suchtmittelkonsum auszusteigen und alternative Wege finden. Ihnen soll ein Forum für Sorgen, Nöte und Ängste geboten werden. Ebenso soll bei ihnen ein Bewusstsein für eine Suchtgefährdung und ihre Entstehungsfaktoren geweckt werden. Durch ein altersdifferenziertes Angebot mit Einzel- und Gruppenkontakten, den Einsatz erlebnispädagogischer Elemente versteht sich das Projekt als ergänzender Teil der Kinder- und Jugendhilfemaßnahme, das in enger Abstimmung Jugendhilfeeinrichtungen, Betreuern und Lehrern steht, die die Kinder und Jugendlichen in das Projekt entsenden.

7.    Streetworkprojekt Zwickau: € 4.000
Die Arbeit richtet sich an Jugendliche, die von bestehenden Einrichtungen der Jugend- und Sozialarbeit nur ungenügend erreicht werden bzw. von diesen nicht erreicht werden wollen. Die Straßensozialarbeit wendet sich insbesondere an aggressive und verhaltensauffällige, suchtgefährdete oder straffällig gewordene junge Menschen. Das Projekt kooperiert mit den unmittelbar vorhandenen Jugendhilfeeinrichtungen und allen hierfür „signifikanten Bezugspersonen und -gruppen“.
   
8.    Jugendbegegnungsstätte Lößnitz: € 3.750
Offene Jugendarbeit unter dem Leitspruch „Offen für alle aber nicht für alles“ wird Raum für Begegnung, gemeinsames Spielen, Sport und auch ernsthafte Gespräche geboten. Kinder und Heranwachsende erhalten Impulse durch unterschiedliche Freizeitaktivitäten. In der "Oase" gestalten Kinder und Jugendliche ihre Freizeit miteinander, bekommen Anregungen für eine sinnvolle Lebensorientierung und bei Bedarf auch Beratung und Einzelfallhilfe. Mit dem integrierten Streetworkprojekt werden auch Jugendliche erreicht, die (noch) keinen Bezug zur „Oase“ haben, seit 2009 mit einem kleinen Schülercafé und „Mobile Jugendarbeit in der Schule“ inzwischen auch regelmäßig an der örtlichen Mittelschule.

9.     Streetworkprojekt Lößnitz: € 3.000
In Kooperation mit der Jugendbegegnungsstätte Lößnitz. Konzeptionell identisch mit dem Streetworkprojekt Zwickau (siehe 7.)

10.    Streetworkprojekt: € 3.750
Die Straßensozialarbeit richtet sich an Jugendliche und Junge Erwachsene, deren überwiegender Lebensraum die Straße ist. Sie richtet sich somit an verhaltensauffällige oder aggressive, suchtgefährdete oder straffällig gewordene junge Menschen. Aus der Straßensozialarbeit heraus - verbunden mit der Wahrnehmung der Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen erwachsen unterschiedliche Projekte und konkrete Einzelfallhilfe. Das Kontaktbüro hat sich sowohl zur Anlaufstelle entwickelt, dient aber ebenfalls als Rückzugsort für Beratungen. Zum Arbeitsschwerpunkt des Streetworkprojektes hat sich die Beratungs- und Einzelfallhilfe entwickelt. Sowohl Jugendliche und junge Erwachsenen als auch deren Bezugspersonen wenden sich mit unterschiedlichsten Problem- und Krisenkonstellationen beständig und weiter zunehmend an das Streetworkprojekt.

11.    Kinder- und Jugendvilla Xtra Dry / Schwelm:
€ 4.000
Das Xtra Dry betreibt suchtpräventive und integrative Kinder- und Jugendarbeit in für die Zielgruppe speziell eingerichteten Räumen. In der Jugendbegegnungsstätte wird Jugendarbeit in vielen Bereichen von den Jugendlichen selbst gestaltet. Das Xtra Dry bietet daneben weitere Angebote wie z.B. Kinderstunde, Hausaufgabenhilfe, Projektwochen und Elternfrühstück incl. Vorträgen zu Suchtprävention und Erziehungsfragen an. Die Ziele der Arbeit liegen in der Stärkung des Selbstwertgefühls durch sinnvolle Freizeitangebote, in der Vermittlung sozialer Kompetenzen, der Hilfestellung zur Gestaltung eines zielorientierten, sucht- und gewaltfreien Lebens und in der Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Suchtproblematik unter Kindern und Jugendlichen.

12.    blu:prevent der Kinder- und Jugendvilla Xtra Dry: € 3.750
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ein spannendes, lehrreiches und nachhaltiges Schulprogramm zur Alkohol- und Drogenprävention entwickelt, welches seit 2004 an bundesweiten Schulen erfolgreich durchgeführt wird. In Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen für Alkoholkranke und deren Angehörige vermitteln die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in jeweils drei bis vier Schulstunden den Schülerinnen und Schülern die Gefahren die durch Alkohol- und Drogenkonsum entstehen. Durch (Internet-) Seelsorge gibt es nachhaltige Kontakte.

13.    spotlight - PR-Projekt mit Lena Goeßling und Cacau: € 5.000
Die NESS & Network UG fördert die öffentliche Wahrnehmung von Kindern aus suchtbetroffenen Familien durch die von ihr betreuten Fußballprofis Lena Goeßling und Cacau. Dies geschieht u.a. durch Kommunikation auf Autogrammkarten, Aufsteller und Infowänden, in Interviews und auf deren Websites. Auf Veranstaltungen weisen sie auf die Situation von Kindern aus suchtbelasteten Familien und Hilfsmöglichkeiten hin, bitten um Unterstützung und verteilen Informationsmaterial. Ebenso versucht die Agentur „das Thema“ permanent in den öffentlichen Medien zu platzieren.

14.    Kinder stark machen / Blaukreuz-Jugend Eiserfeld:
€ 500
Unterschiedliche Angebote einer sinnvollen Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche, wie Kinderfest, Konfitag, Teilnahme mit Coctailstand beim Anti-Drogen-Turnier, incl. Durchführung einer Kinderfreizeit in Bad Laasphe. Das Projekt unterstützt und begleitet Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg zu einem verantwortlichen, und selbstbestimmten Leben, durch die Stärkung ihrer Persönlichkeit und Förderung sozialer Kompetenzen, um Suchtmittelmissbrauch vorzubeugen und Suchtpotentialen entgegen zu wirken.

15.     Kiez Kids / Teen Challenge Berlin e.V.: € 500
Das Angebot der Kiez Kids richtet sich an Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren, die in bildungsfernen, von Armut geprägten Familien aufwachsen, in denen eine Suchtproblematik oder Suchtgefährdung besteht. Angeboten wir eine wöchentlich stattfindende 3-stündige Gruppe in der es neben erlebnispädagogischen Aktivitäten auch eine warme Mahlzeit für die Kinder gibt. In den Ferien gibt es ein umfangreicheres Programm. Die Gruppe erfährt zurzeit regen Zulauf durch Kinder einer benachbarten Grundschule im Brennpunkt Kiez.

16.    „Selbstbehauptungsworkshop“ für Mädchen: € 500   
Die Kinderwerkstatt bietet soziale Gruppenarbeit an und hilft Kindern und Jugendlichen bei der Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensproblemen. Die soziale Gruppenarbeit fördert auf der Grundlage eines gruppenpädagogischen Konzepts die Entwicklung älterer Kinder und Jugendlicher durch soziales Lernen. Die Gruppe „Die Seifenblasen“ ist ein Angebot für Kinder aus suchtbelasteten Familien. Für die Mädchen soll ein Intensivwochenende zum Thema Selbstbehauptung/Selbstwert durchgeführt werden, da Mädchen  spezifischen Bedrohungen und Gefahren ausgesetzt sind. Die Mädchen sollen in diesem Workshop lernen sicherer aufzutreten und somit schon im Vorfeld möglichen Übergriffen vorzubeugen.