Weitere Einzelprojekte
Stuttgart: Café Strich-Punkt
In Stuttgart gehen etwa 600 Jungen und junge Männer der Prostitution nach. Das Einstiegsalter liegt im Schnitt bei etwa 15 Jahren. Diese Jugendlichen fallen in unserer Gesellschaft durch das soziale Netz und wurden bisher weder von öffentlicher noch privater Fürsorge erreicht. Das „Café Strich-Punkt“ bietet Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen Rückzugsraum und bietet seine Hilfe an beim Ausstieg aus dem Milieu und einem Einstieg in die Arbeitswelt. Der Verein will Jugendliche mit besonderen sozialen Schwierigkeiten fördern und ist Mitglied des Diakonischen Werkes Württemberg.
Trier Kinderschutzbund, Fachstelle Lichtblick
Die Fachstelle Lichtblick ist dem Kinderschutzbund angegliedert. Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 16 Jahren. In Gruppen von bis zu acht Kindern kommen diese einmal pro Woche zusammen, um sich sowohl thematisch mit Sucht auseinanderzusetzen, als auch Spaß am Spiel zu haben. Die eigenen Gefühle erkennen, über Ängste sprechen, lernen zu entspannen, Verlässlichkeit erfahren und im Spiel unbeschwert Kind sein können, gehören zum Konzept. So bietet der suchtpräventive Ansatz von Lichtblick Kindern und Jugendlichen aus suchtkranken Familien Hilfe und Unterstützung auf dem Weg zu einem unabhängigen und suchtfreien Leben an.
Sprungbrett e.V., Förderverein zur Suchtarbeit
Um intro- und extrovertierte Betroffenheit ging es bei dem Projekt "Klettern", das mit Kindern und Jugendlichen suchtkranker Eltern durchgeführt wurde. Es richtete sich an Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren in der Sekundarstufe 1 der Hauptschule. Die Schule ergriff suchtprophylaktische Maßnahme und betroffene Schüler wurden in das Projekt einbezogen. Das Projekt bot die Möglichkeit zur Selbsterfahrung, um die Kinder und Jugendlichen in ihren Entwicklungsphasen zu unterstützen. Dazu gehören die Förderung eigener Ressourcen und Fähigkeiten, ein kritisches Verhältnis zum bisher Erlernten und ein selbstkritisches Verhältnis zur eigenen Entwicklung. Das beschriebene Projekt dauerte vier Tage und war der Startschuss für eine auf drei Jahre ausgelegte gruppentherapeutische Initiative für Kinder.
Einsatz in Schulen: [blu:prEVENT]

„Die Schüler erzählten bereitwillig von sich und ihren Erfahrungen mit Alkohol. Schon nach kurzer Zeit gelang es den Blaukreuz-Mitarbeitern eine vertrauensvolle Atmosphäre zu erzeugen“, berichtet ein Lehrer, nachdem das Team von [blu:prEVENT] ihre Aktion zur Suchtprävention durchgeführt hatte. Bundesweit haben bereits über 12.000 Schüler - vor allem der siebten und achten Klasse - an dem Programm teilgenommen. Die Stiftung Deutsche Kindersuchthilfe fördert das Projekt.
Der Aufklärungsunterricht geschieht nicht frontal oder mit erhobenem Zeigefinger, sondern kreativ, einfühlsam und spannend. Die Jugendlichen erleben die Rauschbrille, die ihnen einen Zustand von 1,5 Promille vortäuscht. Sie hören ehrliche Erfahrungsberichte von trockenen Alkoholkranken, beteiligen sich an Rollenspielen und Experimenten. Aufmerksam aber auch betroffen verfolgen sie die drei Schulstunden.
„Wir verteufeln den Alkohol nicht“, sagt Dirk Höllerhage, Blaukreuz-Mitarbeiter und Initiator von [blu:prEVENT] . „Wir begegnen den Jugendlichen auf Augenhöhe, wollen mit ihnen ins Gespräch kommen und sie stark machen, ihre eigene Meinung zu vertreten und gegen den Gruppenzwang zu bestehen.“
Wer sich für [blu:prEVENT] interessiert oder das Team für einen Einsatz buchen möchte, findet weitere Informationen unter http://www.bluprevent.de/. Dort gibt es auch weitere Statements von Schulleitern, Presseberichte sowie einen Kurzfilm über das Blaukreuz-Projekt.

