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Pressemitteilung

22. Januar 2007 - Leipzig

Stiftung Deutsche KinderSuchthilfe auf dem Kongress christlicher Führungskräfte in Leipzig

Kinderaugen leuchteten beim Anblick des ferngesteuerten Spielzeuglasters. Aber auch in den Fingern der Erwachsenen kribbelte es und viele offenbarten ihren Spieltrieb. Der über einen Meter lange Lkw mit der Aufschrift "Deutschlands Laster Nummer 1: Alkohol" sorgte auf dem Kongress christlicher Führungskräfte in Leipzig für Aufsehen. Erstmals präsentierte sich auf der dreitägigen Messe auch die Stiftung Deutsche KinderSuchthilfe auf dem Gemeinschaftsstand des Blauen Kreuzes.

Kinder und Erwachsene rangierten den Spielzeug-Truck geschickt um die aufgestellten Pylonen, sie testeten die Rauschbrille und informierten sich über die Arbeit der Deutschen KinderSuchthilfe. Ein Gewinnspiel sowie ein alkoholfreies Erfrischungsgetränk luden die Messebesucher ein, auf dem Messestand der Stiftung zu verweilen und mit den Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen.

Eine Teilnehmerin aus Sachsen bestätigte die These, dass Sucht stets die ganze Familie belastet: "Als ich sechs Jahre alt war, hat sich meine Mutter von meinem alkoholkranken Vater getrennt. Für sie und uns Kinder war die folgende Zeit nicht einfach, doch mein Vater hat sich auch nach der Scheidung nicht gewandelt. Vor einigen Wochen ist er an seiner Sucht praktisch zugrunde gegangen. Mich und meine Brüder beschäftigt es nach wie vor, dass unser leiblicher Vater Alkoholiker war. Es tut gut, wenn wir über diese Gedanken sprechen - und über die Angst, später selbst abhängig zu werden", sagte die Frau. 

Höhepunkt auf dem Blaukreuz-Messestand war der Besuch von Sportschütze und Olympiasieger Ralf Schumann mit seiner Frau Anke. Der prominente, christliche Sportler gab Autogramme und erläuterte, warum er sich für suchtkranke Menschen engagiert: "Ebenso wie ich im Schießsport nur ein Ziel vor Augen habe, arbeiten suchtkranke Menschen auf ein Ziel hin: abstinent zu leben. Allerdings muss ein Alkoholkranker viel härter arbeiten und darf nicht einen Wettkampf vergeigen", sagte Ralf Schumann und hofft, dass er durch sein Engagement den ein oder anderen suchtkranken Menschen zu einer Lebensveränderung ermutigen kann.

Insgesamt 3.500 Teilnehmer besuchten den Kongress christlicher Führungskräfte, der seit 1999 zum fünften Mal durchgeführt wurde. Namhafte Referenten aus Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Kirche sorgten für ein abwechslungsreiches Programm – zum Beispiel auch Buchautor und Journalist Peter Hahne, der sich im April 2006 in einem Fernsehquiz für die Stiftung Deutsche KinderSuchthilfe eingesetzt hatte. Anfang 2009 findet der nächste Kongress statt, voraussichtlich in Nordrhein-Westfalen.